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Unschuldsengel – Rezension

Unschuldsengel – Rezension

PR Sample. Dieser Artikel beinhaltet Werbung. Fotocredit: Pixabay, Droemer Knaur, Winnieswelt

In den Augen ihres Vaters Alex ist die achtjährige Hanna ein süßer Engel, der keiner Seele etwas zuleide tun würde. Doch in Mutter Suzette wächst die Sorge: Hanna spricht kein Wort und verhält sich immer aggressiver, vor allem ihr gegenüber. Eines Tages hält Suzette statt der erwarteten Hausaufgaben plötzlich Hass-Briefe in der Hand. Verstört flüchtet sie ins Badezimmer. Bis es an der Tür klopft, wieder und wieder. Als Suzette endlich öffnet, steht ihr kleines Mädchen im Türrahmen. Nur das Weiße ihrer Augen ist zu sehen, und sie spricht die ersten Worte ihres Lebens: »Ich bin nicht Hanna … « (Quelle: Droemer-Knaur Verlag)

Meine Leidenschaft für Bücher und meine Offenheit für Neues haben mich dazu verleitet den Debüt-Thriller Unschuldsengel der amerikanischen Filmemacherin Zoje Stage in Angriff zu nehmen. In den USA ist der Roman bereits auf der Bestsellerliste nach ganz oben geklettert. In Österreich und Deutschland ist die deutsche Ausgabe brandaktuell am 01. Oktober 2019 im Droemer Knaur Verlag erschienen.

Unschuldengel erschienen am 01. Oktober 2019 im Droemer Knaur Verlag

Die Hauptcharaktere:

Hauptcharaktere des Romans Unschuldsengel sind die 8jährige Hannah und ihre Mutter Suzette die eine durchwachsene Mutter-Tochter-Beziehung durchleben. Denn Hannah ist kein typisches Kind. Sie spricht nicht. Aufgrund ihres durchtrieben bösartigen Verhaltens in Kombination mit ihrer überdurchschnittlichen Intelligenz schafft es das Mädchen von sämtlichen Kindergärten und Vorschulen verwiesen zu werden und wird stattdessen von einer heillos überforderten Suzette zu Hause unterrichtet. Diese plagen jedoch neben ihrer verhaltensauffälligen Tochter noch andere Ängste – ihre chronische Krankheit und die Angst von ihrem Mann verlassen zu werden. Doch eines haben die beiden gemeinsam: die fast schon krankhafte Liebe zu Alex – Hannahs Vater und Suzettes Ehemann. Eine explosionsartige Mischung die im Buch für Gänsehaut und oftmals Fassungslosigkeit sorgt.

Die Geschichte:

Die Geschichte Unschuldsengel startet vielversprechend und gewinnt mit der Zeit langsam an Spannung und Tiefgründigkeit. Die Autorin schafft es durch die abwechselnden Sichtweisen von Suzette und Hannah eine emotionale Bindung zu beiden zu schaffen und kreiert durch ihren einfachen Schreibstil eine düstere Stimmung mit jeder Menge Nervenkitzel. Die verworrenen Ereignisse rund um die Familie zerren am eigenen Nervenkostüm. Somit entpuppt sich das Buch als wahrer Pageturner.

Die Autorin des Buches Unschuldsengel hat die Charakterzeichnungen meines Erachtens einwandfrei ausgeführt. Die Protagonisten bestechen durch Tiefgründigkeit und Authentizität. Durch die Sichtweise von Hannah und Suzette wird dem Leser ein Einblick in beide Gefühlswelten gewährt. Man ist zwischen den Figuren hin und hergerissen und es fällt schwer Partei für einen Charakter zu ergreifen. Denkweisen und Handlungen machen oft fassungslos und berühren einem zugleich da wo sie sollen – mitten im Herzen.  Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse auf unheimliche Art und Weise.

Die Zusammenfassung:

Der Thrill war allgegenwärtig und die erhofften Gänsehautmomente blieben wie vorab versprochen nicht aus. Bis kurz vor dem Ende hätte ich auch eine ganz klare Leseempfehlung ausgesprochen. Das Ende war jedoch schlichtweg enttäuschend. Die Autorin hat es hier nicht geschafft den roten Faden bis zur letzten Seite durchzuziehen. Der Ausgang ist weit hergeholt und die Handlungen der Protagonisten nicht mehr ganz so stimmig. Darüber hinaus kommt es nicht zu einem in sich stimmigen Abschluss. Der Leser wird enttäuscht mit einem offenen Ende, dass du einer Fortsetzung  von Unschuldsengel einlädt zurückgelassen.

Mein Fazit von UNSCHULDSENGEL

Ein durchwegs spannendes und kurzweiliges Lesevergnügen welches dazu einlädt in die Tiefe von psychopathischen Gedankenwelten abzutauchen. Den Leser erwartet ein solider, nervenaufreibender Plot mit authentischen Protagonisten und einem leider eher langweiligen und schwer nachvollziehbaren Ende.

Wenn du dich generell für Krimis und Thriller interessierst kann ich dir auch meine Rezension zu Vanitas – Schwarz wie Erde ans Herz legen.

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