Die Modeschöpferin – Rezension

Die Modeschöpferin – Rezension

PR Sample. Dieser Artikel beinhaltet Werbung. Fotocredit: Pixabay, Droemer Knaur, Winnieswelt

Rom im August 1961: Bis zur Erschöpfung arbeitet die berühmte Modeschöpferin Simonetta de Rosa mit ihrem Team an der neuen Kollektion, die im Herbst auf einer glamourösen Modenschau präsentiert werden soll. Da erreichen sie zwei Nachrichten, die alles infrage stellen, was sie sich aufgebaut hat: Ihre Schwester Chiara, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat, scheint eine Affäre mit dem Mann zu haben, den Simonetta liebt. Plant Chiara, die ebenfalls als Modedesignerin arbeitet, sich auf diese Weise an Simonetta zu rächen? Und ein amerikanisches Modehaus ist an zwei ihrer streng geheimen Entwürfe gelangt – wer aus ihrem Team, das ihr wie eine Familie ist, hat Simonetta derart betrogen, hat Modespionage betrieben, gar einen Mord begangen? Der Termin für die Modenschau rückt unerbittlich näher, und Simonetta braucht all ihre Kraft, um ihre Kollektion doch noch zu dem Mode-Wunder zu machen, das alle erwarten. Wem kann sie jetzt noch trauen? (Quelle: Droemer-Knaur Verlag).

Cover zu dem Buch die Modeschöpferin
Die Modeschöpferin - Katja Maybach

Die Modeschöpferin - meine Leseentscheidung

Mode ist schon seit Jahren ein kleines Hobby von mir. Ich liebe es in Modezeitschriften zu schmökern, die neuen Kollektionen zu bewundern und die verschiedenen Stoffe in den Geschäften zwischen den Fingern zu fühlen. Der neue Roman von Katja Maybach hat mich aus diesem Grund sofort in den Bann gezogen. Die Autorin war selbst jahrelang als Modedesignerin tätig und gewährt in ihrem neuen Roman mitreißende Einblicke in die italienische Modewelt der 60iger Jahre. Der historische Roman die Modeschöpferin erschien am 01.07.2020 im Droemer-Knaur Verlag.

Die Hauptcharaktere

Hauptfigur des Buches ist die berühmte Haut Couture Designerin Simonetta de Rosa. Sie hat es geschafft sich zwischen den besten und bekanntesten Designern der 60er Jahre einen Namen zu machen. Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten. Neben schier endlosen Arbeitstagen zwischen Designfindungen, Anproben und Shows bleibt kaum Zeit für ihr Privatleben. Ihre Angestellten sind mittlerweile schon zu ihrer Familie geworden. Eine Familie die Simonette nie hatte. Zu ihrer Schwester Chiara hat sie nämlich seit über 20 Jahren keinen Kontakt mehr und auch das Verhältnis zu ihren Eltern ist zerrüttet. Trotz ihrer schweren Vergangenheit und den hart erarbeiteten Erfolg wirkt Simonetta sympathisch und herzlich. Ihr Charakter ist tiefgründig ausgearbeitet und ihr Wesen einvernehmend. Doch nicht nur die Modeschöpferin hat ihren besonderen Charme. Auch die verschiedenen Protagonisten im Modehaus bestechen durch ihre einzigartigen Charakterzeichnungen und lassen den Roman zu einem bunten Schauspiel werden.

Der Plot

Die Geschichte „die Modeschöpferin“ spielt in Rom in den 60iger Jahren. Die Modewelt blüht auf und die Reichen und Schönen sehnen sich nach Individualität und Statussymbolen. Designerstücke sind begehrt wie nie zuvor. Simonetta de Rosa zählt in dieser Epoche zu der haute volée der Modedesigner und feiert mit ihren Kollektionen große Erfolge. Doch dieser Ruhm ist hart erarbeitet und fordert von Simonetta zahlreiche Tribute. Mitten im Entstehen der neuen Kollektion erhält sie eine tragische Nachricht. Ihre Schwester Chiara, zu der der Kontakt seit Jahren zerrüttet ist, wird von Paparazzi mit ihrem Freund abgelichtet. Ist ihre Beziehung somit gescheitert? Als wäre dieser Schicksalsschlag nicht genug wird de Rosa Opfer von Modespionage. Der Verräter sitzt in den eigenen Reihen. Als dann auch noch ein Mord geschieht beginnt ein spannender Krimi rund um Intrigen, religiöse Unterschiede, Emanzipation, Homosexualität und schwierige Familienkonstrukte. Eine turbulente Geschichte erzählt aus verschiedenen Perspektiven mit einer Brise Tragik und einem Hauch Glamour der 60jähriger Jahre.

Mein Fazit

Katja Maybach entführt einen in diesem historisch angehauchten Roman „die Modeschöpferin“ in die italienische Modewelt der 60iger Jahre. Man kann den Konkurrenzkampf und die Hingabe der Charakterzüge für Mode regelrecht spüren. Der Arbeitsdruck und die kulturellen wie ethisch und religiösen Probleme dieser Zeit werden realistisch dargestellt. Hauptthematik dieses Buches ist jedoch der familiäre Zwist der beiden Schwestern Simonetta und Chiara. Die Geschichte enthüllt nach und nach die gemeinsame Vergangenheit und zeigt schonungslos die Missstände für Frauen im katholischen Italien auf. Der Plot ist mitreißend, bedient sich vielseitigen Themengebieten und lässt einem in längst vergangene Zeiten abtauchen. Die Geschichte ist strukturiert und verfügt über einen roten Faden. Der flüssige Schreibstil ermöglicht den Leser ein leichtes Lesevergnügen.

Sämtliche Charaktere dieses Romans sind authentisch und tiefgründig ausgearbeitet. Die Vielseitigkeit der einzelnen Protagonisten erfüllen den Plot mit Leben. Der Leser wird schier mit den Emotionen und Gefühlen der einzelnen Figuren mitgerissen. Besonders Simonetta war mir auf Anhieb sympathisch. Ihre bodenständige und mütterliche Art hat mich von der Seite weg in den Bann gezogen.

Alles in allem ist Kaja Maybach ein ausdrucksstarker Roman gelungen, der den Leser einen Einblick in die Modewelt gewährt. Das Buch ist perfekt für einen kühlen Herbstabend oder einen gemütlichen Sonntag auf der Couch.

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