Im grausamen Licht der Sonne – Rezension

Im grausamen Licht der Sonne – Rezension

PR Sample. Dieser Artikel beinhaltet Werbung. Fotocredit: Pixabay, Droemer Knaur, Winnieswelt

Flieh, soweit du kannst – deiner Vergangenheit entkommst du nicht!

Nalini Singhs fesselnder Thriller mit eine Prise Romantik vor der atemberaubenden Kulisse Neuseelands. Als Ana nach acht Jahren am anderen Ende der Welt nach Golden Cove zurückkehrt, scheint sich dort kaum etwas verändert zu haben. Beinahe könnte sie glauben, dass die Zeit stehen geblieben ist – wäre da nicht Will, der neue und einzige Cop im Ort, der seltsam unnahbar wirkt. Wie sehr die Dinge tatsächlich beim Alten geblieben sind, wird Ana allerdings erst bewusst, als erneut ein schönes junges Mädchen verschwindet, so wie es auch schon früher geschehen ist. Nach und nach holt die dunkle Vergangenheit Golden Cove ein und zwingt die Bewohner, ihre gefährlichsten Geheimnisse preiszugeben. Denn eins steht fest: Wer auch immer für das Verschwinden des Mädchens verantwortlich ist, muss aus Golden Cove stammen!! (Quelle: Droemer-Knaur Verlag)

Nalini Singh - im grausamen Licht der Sonne

Im grausamen Licht der Sonne – meine Leseentscheidung

Durch meine schier endlose Büchersammlung habe ich im Laufe der letzten Jahre einige Autoren und deren Werke kennengelernt. Manchmal verbringe ich Stunden damit im Buchgeschäft nach neuem Lesestoff zu suchen und über Autoren zu recherchieren. Des Öfteren ist mir hierbei auch die Bestsellerautorin Nalini Singh unterkommen. Jedoch bisweilen nur in einem Genre, welches mich bis dato nicht für sich gewinnen konnte – dem Fantasy-Bereich. Sehr zu meiner Freude hat die Autorin im Juni 2020 ihren Debüt-Gänsehaut-Thriller im Droemer-Knaur Verlag veröffentlicht und mir somit die Möglichkeit gegeben ihr Schreibpotential genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die Hauptcharaktere

Die Pianistin Anahera verlässt nach dem plötzlichen Tod ihres untreuen Ehemannes ihre Wahlheimat London und kehrt zurück in den beschaulichen Heimatort Golden Cove, Neuseeland. In dem heruntergekommenen Haus ihrer verstorbenen Mutter versucht sie die Trauer über den Verlust ihrer beiden ungeborenen Zwillinge sowie die Enttäuschung ihrer gescheiterten Ehe zu verarbeiten. Die schwere Kindheit mit einem gewalttätigen Vater sowie der frühe Tod ihrer Mutter haben ebenfalls ihr Übriges dazu beigetragen, dass Ana innerlich abgestumpft ist. Zurück in ihrer Heimat leben nicht nur alte Freundschaftsbande wieder auf – sondern fördern zahlreiche gefährliche Geheimnisse der Vergangenheit ans Tageslicht.

Der Polizist Will lebt und arbeitet ebenfalls seit kurzem in dem verschlafenen Örtchen Golden Clove. Er wurde von seiner einstigen Dienststelle zwangsversetzt, weil er eine falsche, folgenschwere Entscheidung getroffen hat, die ihn bis heute nicht loslässt. Trotz seines Traumas und den Gewissensbissen ist der erfolgreiche, angesehene Polizist mit hoher Aufklärungsrate in ihm noch nicht ganz verschwunden. Mit akribischer Genauigkeit und wilder Entschlossenheit stürzt er sich in einen brisanten Vermisstenfall eines jungen Mädchens aus Golden Clove. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Will noch nicht welche grausamen, schlafenden Hunde er damit weckt.

Die Geschichte

Als Miriama, eine bildhübsche junge Frau nach dem Lauftraining nicht mehr nach Hause kommt, glauben die Bewohner Golden Coves zuerst an einen schrecklichen Unfall. Der Polizist Will ist jedoch sofort alarmiert, denn bereits vor Jahren verschwanden ebenfalls drei Touristinnen deren Leichen niemals gefunden wurden. Ein unbehagliches Gefühl sagt ihm, dass hier ein Serienkiller umtriebig sein könnte. Sämtliche Einwohner machen sich sofort auf die Suche und durchkämen jedes Fleckchen Erde rund um den Ort – jedoch ohne Erfolg. Miriama bleibt wie vom Erdboden verschluckt. In der Zwischenzeit macht sich Will mit Unterstützung von Ana auf die Suche nach dem vermeintlichen Killer. Sie nutzen Anaheras Bekanntheit und Verbindungen im Dorf, um so Informationen über vermeintliche Verdächtige zu erhalten. Während sie sich auf eine gefährliche Fährte begeben entfacht sich zwischen den zwei traumatisierten Eigenbrötlern eine stürmische Liebesgeschichte, die für Ana noch gravierende Folgen haben wird. Als Will dann zusätzlich noch Miriamas Tagebuch in die Hände fällt, wird schnell klar, dass die bildhübsche Frau ebenfalls ein verhängnisvolles Geheimnis hütet. Womöglich ein ausreichendes Motiv, um sie für immer zum Schweigen zu bringen?

Das Fazit

Mit dem Thriller „Im grausamen Licht der Sonne“ hat Nalini Singh einen Genrewechsel eingeschlagen. Ihre beiden Hauptprotagonisten verfügen über ähnliche Charakterzüge, die sie so zu einem perfekten Liebespaar machen. Leider wurde dieses Potential nur mittelmäßig von der Autorin genutzt. Die romantische Liebesgeschichte wirkt nüchtern und verfügt nicht über die notwendige Tiefe oder Leidenschaft, die so ein Plot benötigt. Darüber hinaus war es für mich schwierig einen Zugang zu Anahera zu finden. Ihre Charakterzeichnung wirkt für mich ab und an nicht schlüssig, ihre Handlungen nicht immer nachvollziehbar.

Die Ausgangssituation startet vielversprechend, verliert jedoch mit der Zeit an Spannung. Nalini Singh fällt es sichtlich schwer einen Nervenkitzel aufzubauen und der sehnlich erhoffte Thrill bleibt leider aus. Das Buch gliedert sich meiner Meinung nach eher in das Genre eines Kriminalromans ein. Mitreißende Cliffhänger sind in diesem Roman eher Fehlanzeige. Der Vermisstenfall ist jedoch verzwickt, ab und an undurchschaubar und mit einigen spannenden Wendungen gespickt.

Da „im grausamen Licht der Sonne“ der erste Thriller der Autorin ist, sollte man hier ein wenig Nachsicht walten lassen und bei kleinen Schwächen schon mal ein Auge zudrücken. Denn alles in allem ist der Roman ein gelungenes Krimidebüt der die Leser dazu einlädt ein paar Stunden in die Welt Neuseelands abzutauchen und dabei bei der Suche nach einem Serienkiller mitzurätseln.

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