Die Strandvilla – Rezension

Die Strandvilla – Rezension

PR Sample. Dieser Artikel beinhaltet Werbung. Fotocredit: Pixabay, Droemer Knaur, Winnieswelt

Die Strandvilla. Sylt 1913: Für die junge Seefahrer-Witwe Moiken Jacobsen scheint ein Traum in Erfüllung zu gehen, als der Hotelier Theodor von Lengenfeldt um ihre Hand anhält. Vom beschaulichen Keitum bringt er sie ins mondäne Westerland und ermöglicht es ihr, sich in der »Strandvilla«, dem besten Hotel auf der Insel, eine eigene Konditorei einzurichten. Heimlich träumt Moiken davon, eines Tages das verlassene Strand-Café im Dünenpavillon wiederzueröffnen und steckt all ihre Kraft und Leidenschaft in süße Köstlichkeiten, die sie bis spät in die Nacht kreiert.Bald muss sie allerdings feststellen, dass Theodor sie vor allem geheiratet hat, damit sie ihm einen Stammhalter schenkt. Von ihren beruflichen Plänen ist er wenig begeistert. Als Moiken dann auch noch dem erfolgreichen Strand-Fotografen Boy Lassen begegnet, geraten ihre Lebenspläne ins Wanken. Denn kein anderer als Boy hat ihr einst mit sandigen Lippen den ersten unschuldigen Kuss geraubt … (Quelle: Droemer-Knaur-Verlag)

Die Strandvilla

Meine Leseentscheidung - die Strandvilla

Gerade in der aktuellen prekären Situation steht mir der Sinn nach leichter Lektüre, die einem an besondere Orte entführt und einen den Alltag für einige Zeit vergessen lässt. Sina Beerwald hat mit ihrem nostalgischen Roman eine romantische Liebesgeschichte verbunden mit einem Hauch Sommerlaubs-Charme aus dem Ärmel gezaubert. Erschienen ist der Liebesschmöker am 01.04.2020 im Droemer-Knaur-Verlag.

Die Hauptdarstellerin tritt vor den Vorhang

Hauptcharakter des Romans „Strandvilla“ ist die junge, bodenständige Mutter Moiken Jacobsen die mit ihrer 15jährigen Tochter Emma im kleinen Fischerdorf Keitum lebt. Als ihr Ehemann, ein Seefahrer, eines Tages nicht mehr von der Arbeit zurückkehrt wird Moiken unerwartet zur Witwe. Sie verliert neben ihren Mann, auch noch ihr Heim und muss dem Dorf den Rücken kehren. Sie beschließt gemeinsam mit ihrer Tochter einen Neuanfang in Hamburg zu wagen. Doch der wohlhabende Hotelier Theodor von Lengenfeldt hat ein Auge auf die schöne Mutter geworfen und wirft Moikens Pläne über den Haufen. Es beginnt eine turbulente Liebesgeschichte, in der die Hauptprotagonistin unter zwei Fronten gerät und zwischen Herz und Verstand schier hin und her gerissen wird.

Die Geschichte

Die Geschichte „die Strandvilla“ startet vielversprechend und schafft es mit jeder Seite einem mehr in den Bann der Vorkriegszeit hineinzuziehen. Durch den leichten, unverblümten Schreibstil entführt die Autorin den Leser an ferne Orte der Insel Sylt und lässt einem die alten Kapitänshäuser sowie die peitschenden Wellen am Meeresstrand bildlich vor dem geistigen Auge erscheinen. Exakt recherchiert, gespickt mit Details der politischen Situation vor dem ersten Weltkrieg und einer Brise Romantik lässt der authentische Plot das weibliche Leserherz höherschlagen.

Sina Beerwald hat die Charakterzeichnungen meiner Meinung nach authentisch ausgeführt. Die Protagonisten bestechen durch ihre Tiefgründigkeit sowie Ecken und Kanten. Einzig allein Moikens Handlungsweisen sind ab und an schwer nachzuvollziehen und lassen einem oft ratlos zurück. Trotzdem berührt einem das Schicksal der beiden Frauen sehr und lässt einem bis zum Schluss auf ein glückliches Ende hoffen.

Fazit

Trotz meiner anfänglichen Skepsis hat mich das Buch als leichte Leselektüre für einen entspannten Tag auf der Terrasse überzeugt. Den Leser erwartet ein solider, romantischer Plot mit einer sympathischen Hauptdarstellerin aber einem überraschend offenen Ende. Somit wird wohl Teil 2 des Sylt-Romanes nicht lange auf sich warten lassen. Der einfache Schreibstil bietet ein kurzweiliges Lesevergnügen perfekt für einen Tag auf der Couch oder auf der Terrasse.

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