Die siebte Zeugin – Rezension

Die siebte Zeugin – Rezension

PR Sample. Dieser Artikel beinhaltet Werbung. Fotocredit: Unsplash, Droemer Knaur, Winnieswelt

Hochspannend und 100% authentisch:

»Die siebte Zeugin« ist der 1. Teil einer neuen Justiz-Krimi-Reihe aus Berlin mit Insider-Einblicken des ehemaligen Strafverteidigers Florian Schwiecker und des Rechtsmediziners und Bestseller-Autors Michael Tsokos.

 An einem Sonntagmorgen wie jeder andere auch verlässt der Verwaltungsbeamte Nikolas Nölting sein Haus in Berlin-Charlottenburg. Er winkt seiner kleinen Tochter zu, schwingt sich aufs Fahrrad und fährt zu einer Bäckerei. Dort schießt er plötzlich aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung um sich. Ein Mensch ist tot, zwei weitere verletzt – und Nikolas Nölting schweigt.

Nöltings Anwalt Rocco Eberhardt steht vor einem Rätsel: Welches Motiv könnte der unauffällige Familienvater für eine solche Tat gehabt haben? Das Ganze erscheint völlig sinnlos – bis der Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer eine überraschende Entdeckung macht, die Rocco Eberhardt mitten in einen Sumpf aus Korruption, Geldwäsche und Clan-Kriminalität führt. Doch wer sich mit der Unterwelt von Berlin anlegt, bringt nicht nur sich selbst in größte Gefahr … (Quelle: Droemer-Knaur Verlag)

Schwiecker Tsokos

Meine Leseentscheidung

Kriminalromane waren bis jetzt ein Genre, dass ich persönlich aus verschiedensten Gründen gemieden habe. Ich war durchwegs skeptisch, ob mir diese Art von Lesestoff zusagen würde und ob ich mit dem Plot eines Gerichtsromans etwas anfangen könnte. Als ich jedoch erfuhr, dass der deutsche Bestseller Autor Tsokos in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Strafverteidiger Schwiecker eine neue Justiz-Krimi-Reihe, welche in Berlin spielt, herausbringt, wurde meine Neugierde geweckt. Ich wollte dieser Gattung von Roman doch noch eine Chance geben und habe mich erwartungsvoll ans Lesen gemacht. Das Buch „die siebte Zeugin“ erschien am 01.02.2021 im Droemer-Knaur Verlag.

Die Charakterzeichnungen

Der Beamte Nikolas Nöltig erschießt an einem Sonntag einen Mann in einer Bäckerei und verletzt zwei weitere Besucher. Zu seiner Tat schweigt er beharrlich. Ein Motiv ist nicht ersichtlich. Der bekannte Strafverteidiger Rocco Eberhardt übernimmt den Fall und beginnt die Hintergründe der Tat aufzudecken. Rocco zeichnet sich durch seinen Ehrgeiz und seinen Hang zu Luxus aus. Sein Verhältnis zu seinem Vater ist durchwachsen, sein Privatleben unspektakulär. Sein bester Freund, der Privatdetektiv Tobias Baumann hilft dem Verteidiger bei den Ermittlungen im Fall Nölting. Eine weitere Charakterzeichnung des Buches ist der Rechtsmediziner Justus Jarmer. Seine langjährige Berufserfahrung, sowie sein akribischer Arbeitsstil machen ihn zu einem nicht unwesentlichen Nebenakteur in der Geschichte – eine Geschichte gezeichnet von Verzweiflung, Brutalität und unvorhersehbaren Ereignissen.

Der Inhalt

Der verheiratete Familienvater Nikolas Nölting, verlässt wie jeden Sonntagmorgen das Haus, um mit seinem Fahrrad Brötchen zu holen. Vor der Bäckerei schlägt er einen Streifenpolizisten nieder, entwendet dessen Waffe und erschießt anschließend in dem Geschäft eine Person, zwei weitere werden verletzt. Danach lässt er sich ohne Widerstand festnehmen und schweigt zu seiner Tat beharrlich. Der Strafverteidiger Rocco Eberhardt übernimmt den Fall und versucht mit allen Mitteln das Motiv des Angeklagten herauszufinden, ohne zu ahnen in welche lebensbedrohliche Lage er sich selbst begibt. Die Kapitelabfolge ähnelt einem Protokoll, wobei bei jedem Teilbereich eine Orts- und eine Zeitangabe angeführt wird. Im Laufe des Plots begleiten wir nicht nur Eberhardt bei seinen Ermittlungen, sondern lernen eine Vielzahl unterschiedlicher Charaktere kennen. Die Autoren schaffen es ihr fundiertes Fachwissen in den Roman „die siebte Zeugin“ miteinfließen zu lassen und legen den Fokus des Buches auf den Strafprozess und die Verteidigung des Angeklagten.

Mein persönliches Fazit zu dem Buch die siebte Zeugin

Mich persönlich hat das Buch von den Autoren Schwiecker und Tsokos leider nicht abgeholt. Die kurzen protokollartig angelegten Kapitel machten es mir schwer, mich in die Geschichte einzufinden. Der Schreibstil ist meines Erachtens nicht ausgereift. Neben zahlreichen Wortwiederholungen, ausgelutschten Standardfloskeln und inhaltslosen Dialogen, profilieren sich die Schreiber mit unbedeutenden Adjektiven, zahlreichen Füllwörtern und wenig geistreichen Handlungen. Die Charakterzüge der Protagonisten sind nur oberflächlich ausgearbeitet und verlieren dadurch im Laufe des Buches an ihrer Glaubwürdigkeit. Selbst die Hauptfigur macht nur durch ihren erhöhten Rotweinkonsum auf sich aufmerksam. Der Plot an sich ist durchschaubar, sehr klischeebehaftet und ohne jegliche spannenden Cliffhanger. Ich war mehr als einmal in Versuchung das Buch nur halb gelesen in den Bücherschrank auf Nimmerwiedersehen zu verbannen. Aus diesem Grund kann ich das Werk „die siebte Zeugin“ nur eingefleischten Tsokos-Lesern empfehlen. Der Rest sollte besser einen Bogen um diese Veröffentlichung machen.

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